Oberflächenspannung, Viskosität, Dichte <=> Viskosimeter, Tensiometer, Densimeter

Simultanmessung (OViD)

Die wesentlichen Größen zur Charakterisierung flüssiger Stoffe 

Das "wie sein" einer Flüssigkeit wird durch ihr Fliessverhalten, die Schwere und die Benetzungseigenschaften bestimmt: d.h. Dichte, Viskosität und Oberflächenspannung sind die wesentlichen Größen zur Charakterisierung flüssiger Stoffe. Diese Größen werden mit dem OViD-Methode in einer Messung bestimmt.

OViD-Messkörper (untypisch Fotographiert) - zur Vereinigung von Viskosität (+ Rheologie), Dichte (unglaublich genau!), Oberflächenspannung (ggf.) ...   Die Messprinzipien entsprechen den physikalischen Definitionen und sind daher robust und resistent gegenüber Störungen. So wird die Oberflächenspannung als mechanische Spannung gemessen, die Dichte aus dem Auftrieb (Masse und Volumen des Messkörpers) exakt bestimmt und die Viskosität (als Transportphänomen) bei laminarem Fluss. 

Hervorzuheben ist der geringe apparative Aufwand und die hohe Zeitersparnis. Die Identität der Probe und der einheitliche Probenzustand führen dazu, dass die Resultate konsistent sind. Und - je weniger technische Systeme gebraucht werden, desto weniger Prüfmittel sind zu überwachen; die Rückführbarkeit der Messdaten auf das integrierte Justiergewicht der Wägezelle stellt einen sehr sicheren Bezugspunkt dar.  Aber wir wollen Sie jetzt nicht mit all den unerhörten Vorteilen strapazieren ...
 

 Überblick

 

Abb.1: Die Viskosität und ihre Temperaturabhängigkeit.

Abb.2: Die Dichte und der Ausdehnungskoeffizient.

 

Abb.3: Die Oberflächenspannung und der Temperaturkoeffizient.

OViD steht für (Simultanbestimmung von)
Oberflächenspannung, Viskosität und Dichte.

Das Messverfahren kann als einfache Messung oder mehrfach wiederholt angewendet werden. Da für ordentliche Messungen das Temperieren ohnehin seine Zeit dauert, lässt man den Messprozess ein paar mal ablaufen und erhält anhand von Mittelwerten und Standardabweichung besser einschätzbare Resultate. Eine solche Messung benötigt insgesamt etwa eine Stunde. Dabei beträgt die Arbeitszeit vielleicht fünf Minuten. Die Arbeit ist, den Messkörper zusammenzusetzen und mit der Probe in die Messzelle einzubringen, dann Start zu drücken. Eine Messung kann fast beliebig lange ausgeführt werden, sich wiederholen, etwa um Aussagen über die Stabilität der Probe zu erhalten. Das steuernde IMETER-Messprogramm kann automatisch nach einigen Messungen die Temperatur des Thermostaten ändern, die Thermostatisierung abwarten und dann Weitermessen ... So erhält man - vgl. Abb.1 - 3. - die Viskosität und den Temperaturkoeffizienten der Viskosität, die Dichte und den Ausdehnungskoeffizienten und die Oberflächenspannung und ihre Änderung mit der Temperatur. Das sind dann sechs wohldefinierte Kennzahlen, die über die Stoffeigenschaften Auskunft geben oder die Produkteigenschaften absichern und damit hohe Produktqualitäten darstellen - indem man diese bei-misst. Dabei hat man relativ wenig Energie verbraucht, nicht allzuviel Arbeitszeit und keinen Abfall erzeugt.

OViD-Messung in einer  hohen Temperiermesszelle

Abb.4: OViD-Messung in einer  Temperiermesszelle - gesättigte Dampfatmosphäre, gleichmäßige Temperierung. Rezepturentwicklung und/oder on- und inline- Messung. Die Messzellen können mit Produkt gespült werden. Eine entsprechende Ventil / Pumpensteuerung für (dis-)kontinuierliche Messung über Tage - ist kein Problem.

 

Die Tabelle hilft bei der Navigation im Themenkreis OViD und den verwandten Disziplinen.

 

Links zu OViD -  Themen

Einzelheiten zur OViD-Methode 

Methodenübersicht IMETER Viskositätsmessungen

Über die Kalibrierung der Viskosität

z.B. Typ einer Produktprüfungen (QS-Typ)

Zur Messung der Oberflächenspannung

Zur Messung der Dichte

OViD Spezifikationen

 

 - Ovid?

 

 Kurze, technische Beschreibung zur Viskositätsmessung

 

 

 

Prinzip der OViD-Viskositätsmessung

Abb.5: Prinzip der OViD-Viskositätsmessung

 

 

Ringspaltkapillare für niedrige und extrem niedrige Viskositäten - hochvolumiger, laminarer Fluss.
... und sehr einfach zu reinigen
 

Abb.6:  Ringspaltkapillare für niedrige und extrem niedrige Viskositäten - hochvolumiger, laminarer Fluss.
...
und sehr einfach zu reinigen

Abb.8: Je drei Kapillareinsätze vom Typ Kreisloch und Ringspalt vor dem Korpus eines OViD-Messkörpers.

 

 

Abb.9: Teile eines OViD-Messkörpers mit Aufhängung

 

 

Abb.10: OViD-Messung in einer einfachen Messzelle. 

Die Skizze Abb.5. zeigt das Prinzip der OViD-Viskositätsmessung. Der Messkörper ist ein voluminöser Becher mit einer Öffnung im Boden, über die das Fluid in den Messkörper eindringt oder aus ihm ausfließt, wodurch dieser - teilweise eingetaucht - leichter oder schwerer wird.
     Die Messung der Viskosität erfolgt zwischen Gleichgewichtszuständen: Der Messkörper wird im Messablauf so positioniert, dass der Pegel des Fluids im Messkörper ein Stück weit über dem inneren Boden des Messkörperholraums zum Stehen kommt (linkes Teilbild). Der entsprechend nivellierte Zustand ist durch eine gleich bleibende Kraft bestimmt.
Daraufhin wird die Messzelle um eine definierte Strecke tiefer gesenkt und, während der Nivellierung, wird die zeitlich sich ändernde Kraft aufgezeichnet. Sobald ein vordefinierter Endzustand erreicht ist (definiert über das Unterschreiten einer Laständerung), wird dann durch Anheben um exakt dieselbe Strecke, der umgekehrte Vorgang mit den gleichen Kriterien zeitlich vermessen.
Die Vorgänge sind symmetrisch - es wird keine neue Oberfläche gebildet und es treten mit dem Ein- und Ausströmen nur Kontaktwinkel auf die sich mit der Zusammenfassung beider Fließvorgange eliminieren.

Die IMETER-Software bietet im Framework die Möglichkeit die Rohmessdaten zu überprüfen und Rechnungen nachzuvollziehen. Innerhalb des Methoden- und Berichtsmoduls stehen jedoch auch noch sehr einfach verwendbare Möglichkeiten zur Untersuchung einer Messung zur Verfügung:

Abb.7: Rohdaten der Viskositätsmessung - Ein- und Auslaufen aus dem Messkörper. 

Das Diagramm Abb.7 zeigt die verwendeten Rohdaten der Messung an, deren Ausrechnung die Daten im Diagramm Abb.1. ergibt.

 

 Beispiel und Berechung

 

Wie bekommt man aus solchen Kurven die Viskosität?

Die Grundlage bildet das Gesetz von Hagen-Poiseuille (für Kreisloch-kapillaren) bzw. für die Ringspaltkapillaren die IMETER-Ringspaltgleichung.

  (Hagen Poiseuille)

Die dynamische Viskosität (η) kann bei einer gegebenen Röhre der Länge (lKap.) und des Radius' (RKap.) über die Messung des Druckabfalles (Dp) und des in der Zeit (t) die Röhre durchströmenden Volumens (V) erfolgen.

Die Konstanten werden für eine Kapillare zusammengefasst zu Cη :


Wie werden aus den Messdaten Druck (p) und Volumenstrom (V) erhalten?

Für die Angabe des Volumenstroms pro Zeit, hier als V angegeben, lässt sich aus geometrischen und hydrostatischen Gegebenheiten die folgende Beziehung herleiten:

(Volumen)

Dabei ist Fh die gemessene Kraftänderung zwischen zwei Messwerten, V das dabei in den OViD-Messkörper einströmende Volumen. ρ ist die Dichte des Fluids (bzw. mit ρ als Dichtedifferenz der Phasen), g ist die lokale Fallbeschleunigung. Vom Zubehör werden die Variablen ra, der Außenradius des zylindrischen Teils des OViD-Messkörpers und R, der Innenradius der zylindrischen Messzelle eingesetzt.

Der hydrostatische Druck ist von der Höhe des Niveauunterschieds, H(t), abhängig. Er beträgt jeweils:

 p(t) = H(t)· ρ·g   bzw.  P(t) = H(t)· ρ·

Mit Einbeziehung der geometrischen Gegebenheiten (Zylinderstücke) nach:
  

ergibt sich der jeweilige Druck also nach:

(Druck)

P(t)     :   Druck über der Düse zur Zeit t
                       (mit t = 0 zum Zeitpunkt der Positionierung).

Vges     :   Insgesamt, bis zur Niveaugleichheit eingeflossenes Volumen
           (In Bertacht stehendes Volumen - es ergibt sich aus F bzw. -V zwischen nivelliertem Kraft-Endwert und erstem gültigen Kraftmesswert F).

V(t)       :           Eingeflossenes Volumen zur Zeit t.

 ri          :           Innenradius des OViD- Messkörpers.

Abb.11: Druckverläufe P(t) zur Viskositätsberechnen - die Rohdaten dazu wurden in Abb.7 gezeigt.

 

 

 

 Spezifikationen und Leistungsmerkmale :

 

OViD-Messkörper bei der Messung der Viskosität
OViD-Messkörper von oben.

 


temperierbare Messzelle mit halbaufgesetztem Deckel

 


Aufhängung am Lastträger; die Verbindung zur Wägezelle 

 


"Stand" am Boden der Messzelle - zum Aushängen des Messkörpers - für die fehlerfreie Dichtemessung

 

Oberflächenspannung - (der Ring wird bei neueren Messkörpern leichter handhabbar befestigt...)

"Oberflächenspannung"
Denoüy-Ring in der Probe.

 

 

"OViD-Messkörper" aus Glas
 Glas-Messkörper. Messkörper können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden; Standard ist ein hochwertiger, spühlmaschinenfester CrNiMoTi-Edelstahl (Werkstoff 1.4571).

 

 

 

 

 

"Justiergewicht" der OIML-Klasse E2 (100.0000g +/- 0.00015g)
Das "Normal" ist eingebaut - keine Drift (zumindest nach menschlichen Maßstäben) - ein überaus haltbarer Bezug der IMETER-Messtechnik.

 

Indem bis zu sechs Eigenschaften per OViD einfach bestimmbar sind - wir wollen hier gar nicht weiter ausführen, dass ja auch noch einfach weitere Sensoren und Geräte angeschlossen werden können - sind also rein physikalisch, automatisch und energieeffizient Mehrkomponentenmischungen entschlüsselbar - so wie mit der Dichte, Wasser und Alkohol- oder Zucker- Konzentrationen bestimmt werden, können durch zusätzliche Maßzahlen Mengenkomponenten in Formulierungen herausgerechnet werden - Oft geht ja nicht alles über eine GC/HPLC-Säule.

Die OViD-Methode (IMETER-Methode Nr.6) beinhaltet in der Software ein Multivarianten-Modul, das auch bezüglich der Messkörper verschiedene Ausführungen erlaubt.  Da die Oberflächenspannung nicht immer benötigte wird, sei darauf hingewiesen, dass OViD-Messkörper auch ohne Messvorrichtung für die Oberflächenspannung (De Noüy -Ring oder Wilhelmy-Platte) angewendet werden können.

 

·           Oberflächenspannung: Messauflösung 0.01 mN/m,
           typische Unsicherheit ±0.15mN/m, Mess­bereich*) 15-100 mN/m.
Viskosität: Messauflösung 0.1%, typische Unsicherheit ±1.0% mPa·s,
             Mess­bereich 0.2 bis 1000 mPa·s.
Dichte: Messauflösung 10-6 g/cm³, typische Unsicherheit ±0.01‰,
             der Messbereich umfasst alle Flüssigkeiten.

Die Spezifikationsangaben beziehen sich auf Standardmesskörper mit rd. 25mL-Volu­men und Messungen an temperierten organischen Flüssigkeiten. -- Das OViD-Verfahren ist patentiert [DE 199 63 686], auf Ringspaltkapillaren, die zudem leicht zu reinigen sind, wurde ein Patent angemeldet [DE 103 57 088], thermodynamisch korrekte Verfahren können angewendet werden [DE 44 12 405] und die Methode zur Dichtemessung ohne systematischen Fehler [DE 103 40 555] wird ebenfalls angewendet.

*) Grundsätzliche Unsicherheit der Ringmethode; Bereichseinschränkung durch Gültigkeit der Korrektur (Harkins und Jordan, Fox und Chrisman); Größere/Kleinere Werte werden gleichwohl ausgegeben. Falls hilfreich kann OViD auch mit einer Wilhelmy-Platte ausgestattet werden.

 

1.       Vollautomatische, simultane Bestimmung von Oberflächenspannung, Viskosität und Dichte in einem Messlauf:

Mit dem gleichen Arbeitszeitaufwand, den alleine eine Messung der Oberflächenspannung normalerweise erfordert, können mit der OViD-Methode alle wichtigen Charakteristika einer Flüssigkeit auf einmal bestimmt werden.

 

2.       Kombinierbarkeit der Einzelbestimmungen: Oberflächenspannung, Viskosität und Dichte oder Oberflächen­spannung und Dichte oder Viskosität und Dichte in einem Messlauf; zusätzlich kann jeweils die Auslaufzeit bestimmt werden:

Die einzelnen Messgrößen können – immer zusammen mit mindestens einer Dichtemessung – frei kombiniert werden. Bisweilen sind nur einzelne Kennzahlen neben der Dichte gefragt - und da die zyklische Messung aller Größen eine längere Messdauer bedeutet, können Messprogramme effektiv auf die in Frage stehenden Kennzahlenermittlungen eingestellt sein und z.B. bei Verzicht auf die Messung der Oberflächen­spannung (Messring) eine robustere Handhabung des Messkörpers erlauben.

 

3.       Detaillierte Verlaufsinformationen über zeitliche Veränderungen:

Daten über Stabilität oder Konzentrationsabhängigkeit können durch Zeitkoeffizienten (lineare / quadratische Gleichungen) erhalten werden. Durch die selbständige Justierung [DE 103 26 469] können ununterbrochen, bis über 25 Tage hinweg,  korrekte Resultate durch die Kompensation von Drift und Temperaturgang der Wägezelle gewährleistet werden. Die einzigartige Korrektheit über kurze und lange Zeitspannen eröffnet zusätzliche, neue Aspekte.

 

4.       Für Prozessmessungen und für Regelungen anwendbar:

Steuerungen auch (Dosier-)Regelungen, Zielwertregelung, Alarmmeldung / Maschinenstopp-Signal, Vorhersagefunktionen (z.B. "wie lange muss der Kessel noch gerührt werden...") sind möglich; Freie Anzahl an Mess­zy­klen, auch  mit unsymmetrische Sequenzen,  und automatische / dauernde Selbstwiederholung des Ablaufs für Monitoringaufgaben.

 

5.       Temperaturabhängigkeit von Oberflächenspannung, Viskosität und Dichte:

Selbständige Ermittlung der Temperaturkoeffizienten (Ausdehnungskoeffizient, Viskositäts-Temperatur­verhalten, Temperaturkoeffizient der Oberflächenspannung), Ausgabe auch anschaulich in prozentualer Änderung pro Grad. Beste Formulierung des linearen,  quadratischen oder exponentiellen Zusammen­hangs mit Gleichungen unter Angabe von Varianzen und Korrelationskoeffizienten. (Erst durch die Ermittlung der Temperaturabhängigkeiten der Produktkennzahlen wird der Referenzvergleich bei einfacher und schneller Messung ohne Temperieraufwand, bei einer vorliegenden Temperatur, ermöglicht. D.h. ein einmalig größerer Zeitaufwand erlaubt dann andauernd sehr viel kürzere Messzeiten)

 

6.       -- Sinngemäß sind die zur Messung der Oberflächenspannung gege­be­nen Merkmalen zu den Punkten 2., 3., 4., 7., 8., 9., 10., (11.) und 14. auch für die OViD-Methode gültig:

Die simultane Messung bringt selbst jedoch noch zusätzliche Vorteile mit sich. Denn durch die Mit-Messung der Dichte, deren Wert für die Berechnung der Oberflächenspannung und der Viskosität benötigt wird und also nicht noch extra bestimmt oder angegeben werden muss, ergeben sich jenseits der Vereinfachungs­wirkung auch besondere messtechnische Vorzüge, wie z.B. die Kohärenz der Probeneigenschaften bzw. Daten (die Probe ist für alle Kennzahlen im gleichen Zustand und wird auf einer einheitlichen Sensorbasis abgebildet …)

 

7.       Viskositätskalibrierung per innerem Standard:

Aus der Dichte von Mischungen aus Glycerin und Wasser ergibt sich eine eindeutige Zusammensetzung, der eine defi­nierte Viskosität zugeordnet ist. – Kalibrierungen im Bereich 1 bis 1500mPa·s sind sehr kostengünstig, vari­abel und einfach darzustellen. (Die Kalibrierung durch die üblichen „Newtonischen Normalproben der Vis­ko­s­ität“ ist natürlich auch problemlos möglich [kalibriert wird direkt durch Messung und ein paar Mausklicks; und die Kalibrierung erzeugt einen druckfertigen Report zur Dokumentation]).

 

8.       Viskosität und rheometrische Charakteristik:

Da die Viskositätsmessung auf der Bestimmung abklingender Flussraten beruht, also ein Druck- bzw. Scherraten-Gradient auftritt, leitet sich aus dem Definitionsgesetz der Viskosität – der Proportionalität von Druck und Flussmenge (analog Scherrate [Schergeschwindigkeit, Geschwindigkeitsgefälle] und Schubspannung) – die Handhabung her, dieses Verhalten über den Verlauf zu bestimmen. Es wird somit angezeigt, in welchem Ausmaß eine Abweichung von Newtonischem Verhalten auftritt. Das Messverfahren ist in sich geschlossen, die Probe wird nicht „gequält“, denn die geringe Scherung erzeugt keine nennenswerte Erwärmung, so dass OViD auch für viskosimetrische Mol­massen­bestimmungen geeignet ist; Zumal noch vereinfacht, da  die Polymerkon­zen­tration der Probenlösung durch die Dichtemessung bestimmt ist.

 

9.       Dichtemessung ohne systematische Fehler:

Die Bedeutung der sehr hohen erreichbaren Genauigkeit besteht insbesondere in der Eignung, Identität, Verunreinigungen oder Schwankungen in einer (Formulierungs-)Zusammensetzung sehr empfindlich anzeigen zu können. Die hier integrierte Dichtemessung ist - abgesehen vielleicht von der Magnetschwebetechnik - die überhaupt genaueste und korrekteste Technik zur Bestimmung der Dichte [DE 103 40 555] .

 

10.       Ausgabedaten im Prüfbericht:

Prüfberichte passen sich selbst an den jeweils vorliegenden Datenumfang an; unter Anderem: Referenzvergleich (Zielwert, relative und absolute Abweichung, Unterschied relativ zur Messunsicherheit),  über bis zu sechs Dimensionen, zur schnellen Orientierung über die Resultate. Ergebnisangaben zur jeweiligen Messgröße mit Unsicherheit, relative und absolute Standardabweichung, Mittelwerte oder Zeit- oder Temperaturgleichung mir Korrelationskoeffizient und Varianz, Temperaturkoeffizient, Vergleich mit „normalen“ Werten, prozentuale Gradientenangaben.
Bei mehrfachen Messungen werden Tabellen erzeugt zu Oberflächen­spannung, Dichte, Viskosität und Auslaufzeit mit Spalten zum relativer Zeitpunkt, Temperatur und Kennzahlenwert. Ferner wird bei der Oberflächenspannung zusätzlich die Lamellenhöhe und das Lamellenalter angegeben, bei der Dichte, die Dichteänderung und Dauer bei der Akquisition eines Messwertes; Zur Viskosität wird die Messdauer, das Zeitkriterium und die Abweichung zum Newtonischen Verhalten mitgeteilt und bei der Auslaufzeit der mittlere Volumenstrom und die am Messkörper nach Entleerung zurückbleibende Probenmenge.

Werden Viskositäten gemessen, die in den Angabebereich der "Auslaufbecher" (Ford-Becher) fallen, wird neben der kinematischen Viskosität die Umrechnung in  Engler- (°E) Seybold- und Redwood-Sekunden optional ausgegeben.

 

11.       Für Prüfberichte aktivierbare Diagramme:

Zu Oberflächenspannung, Dichte und Viskosität werden Temperatur- und Zeitverläufe (ggf. und wenn aktiviert) mit Einbeziehung von Referenzverläufen und/oder den besten Hits aus der Referenzdatenbank in jeweils einzelnen Diagrammen ausgegeben. Zur Viskosität können unter anderem die original Messdaten und die (Nicht-)Newtonischen Verläufe  dargestellt werden. Die Auslaufzeit wird in Volumenmesswerten und in Temperaturabhängigkeit zur Darstellung angeboten.

 

12.       Zusammenfassung:

Das OViD-Messverfahren ist konsistent und geschlossen. Es ist rückführbar und arbeitet definitionsgemäß zu den Grundgrößen Dichte, Viskosität und Oberflächenspannung. Durch systeminterne Nutzung der Daten erreicht es höchstmögliche Genau­igkeit, es bietet Kohärenz der Proben und Da­ten und ein Max­imum an Korrektheit. Die Mes­sung läuft automatisiert; sie ist einfach und komfortabel anwendbar und liefert für die QS, genauso wie für die Forschung und Anwendungstechnik, die wichtigsten Basisinformationen über den flüssigen Zustand.


intelligenter messen.


Aktualisierung 08. Februar 2011

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OViD, der Dichter Ovid. Gleichwohl "Metamorphosen" passen zum Kontext; etwa Wandelbarkeit und eine latente Vielfalt. 
Ovid (Publius Ovidius Naso)  43 v.Chr. - 18 n.Chr.

Dolor hic tibi proderit olim
(Dieser Schmerz wird dir einst nützen).