Spezifikationen und Beschreibung IMETER V6

Specifications

IMETER besteht aus Hardware und Software. Die Hardware bestimmt für die jeweilige Messgerätefunktion über die Grenzen von Messbereich und -auflösung.

Grundgerät (Hardware Basis, Typ V6A)

  • Gehäuse: Edelstahlverkleidung über massivem Aluminiumgerüst, stabiler und robuster Aufbau; geschützter und von drei Seiten zugänglicher Messraum (HxBxT=30x24x24cm), Frontscheibe mit Visierverschluss, verschiebbare Glas­schei­ben an den Seiten, Messraumbeleuchtung; Temperiermedien-Versorgung, Temperatur­fühler- und Sensor/Aktor­­anschlüsse am Paralleltisch (Plattform) und Gehäuse, über Energiekette mitbewegte Leitungen; Libelle zur Vertikalausrichtung; Innenraum: durchgängig eloxierte Oberflächen. Schalter, Schnittstellen, Bedienelemente und Rückkopplungssignalisierung als austauschbare Edelstahlpanele auf Vorder- und Rückseite.
  • Gewicht 27 kg, Höhe 56 cm,  Breite 27 cm,  Tiefe 40 cm.
  • Einsatz: Als Aufstellort ist ein stabiler Labortisch oder eine Wand-Tischmontage erforderlich, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und Zugluft. Betriebstemperaturbereich 10 bis 40°C, 20 bis 85% relative Luftfeuchte (nicht-kondensierend).
  • Versorgung / Verbrauch: 100-250V 1~ N 50/60Hz, typischer Verbrauch 12 VA.

 ConnectorsA

  • Positioniereinrichtung / Paralleltisch / Plattform: Wegauf­lösung 0,001 mm, Geschwindig­keit 0.001 bis 25 mm/sec, wahlfreie Beschleunigungsraten. Platform Hubhöhe ca. 135 mm, Positioniertreue über den ganzen Stellbereich 1 µm, max. bewegliche Last 10 kg (Gewicht von Proben­halter/Vorlagen); spielfreier Kugel­gewinde­trieb (OEM Bosch-Rexroth), Standard-Adapterplattform (Ø60/72 mm) zur Aufnahme verschiede­ner Mess- und Prüfvorrichtungen.
  • Kraftmessung / Wägezelle: Wägebereich 220 g, 0.1 (0.01) mg Auflösung (2.2 N / 0.1 µN ), Linearität 0.2 mg (2 µN), dauerhaft korrekt durch automatische Justiergewichtschaltung (OEM Sartorius AG, Göttingen). Inside-viewA
  • Temperaturmessung & 24bit -Analogsensorik : IMETER Sensorinterface (I-SIF), Temperaturmessung über unser elektronisches Präzisionsthermometer, Fühlertyp Pt100, Mess­bereich von ‑50 bis +150°C, Auflösung 0.001°C, Unsicherheit ±0.01°C, Sensor in Edelstahl­röhre (Länge 100mm, Ø2mm), 4-Leitertechnik, an DIN-Stecker, kali­brier­bare Temperatur­anzeige. Wahl­weise externer oder interner Einbau. Optional zusätzliche analoger Eingangssignale mit 24 bit Auflösung: Konfektioniert z.B. mit Lufttemperaturmessung -10-bis +60°C, Auflösung 0.01°C, Luftfeuchtemessung 0-100% r.H., Auflösung 0.001%, Luftdruckmessung  20-115 kPa, Auflösung 0.0001 kPa (konfiguriert für gaspyknometerische Messungen, automatische Luftdichtemessung).
  • Interne Sensoren: vier digitale Temperaturfühler (2x von -50 bis 120°C, 2x von -40 bis +80°C,  Auflösung 0.1°C, kalibrierbar), Luftfeuchte Sensor (0 bis 99%, 0.1% Auflösung, mit Temperaturfühler an Wägezelle, kalibrierbar), Drucksensor (30 - 125 kPa, Auflösung 0.005 kPa, kalibrierbar).

IMETER V6 bietet vielfältige Anschlußmöglichkeiten für Erweiterungen:

  • Ein- und Ausgänge:   Sechs Rundsteckdosen (12- und 14-polig [OEM Binder Serie 723]) sind paarweise über den Paralleltisch, an der Innenraum-Rückwand und an der Geräterückseite vorhanden. Es werden darüber sechs Analogeingänge (Auflösung 2x 12bit, 10V, 4x 10bit, 5V),  sechs Analogausgänge (PWM, 3x 1000mA, PWM 3x 500mA, OD), sechs digitale Schaltausgänge (je 1000mA, OD) und drei Relais-Schalter (gegen Masse) zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden über die Buchsen +12 und +5V Versorgungsspannung, Masse und der I²C-Bus herausgeführt .
  • Aktorische Erweiterungen: freie konfigurierbare Hebe-, Dreh-, Positionier-Vorrichtungen sind über drei 14-Poligen Gehäusestecker verfügbar. Sie ermöglichen bis zu fünf zusätzliche linear oder/und radial- angetriebene Achsen; kleinere Motoren sind ohne Zusatznetzteil verfügbar (für Schrittmotoren bis 2A, Positionierwinkel der Drehachse 0.003° Auflösung - ohne Getriebe).
  • Hardware Schnittstellen: Drei integrierte serielle Schnittstellen, einen USB-Anschluss für zu¬sätzliche Geräte und Sensoren (bis zu 252 USB/serielle Geräteschnittstellen sind adressierbar); die Schnittstellen werden durch den Netzschalter de/aktiviert. Softwareseitig werden I-SIF, I-Magnetrührer, Huber-Thermostate, Fluke Messgeräte und Dosierpumpen mit allen Funktionen durch Messprogramme ferngesteuert. Ein Klinkenanschluss für eine 5V/9V/12V/24V Spannungsversorgung z.B. für ein Taschenmessgerät ist ebenfalls vorhanden.
  • Rear-Connection-panelA
  • Medien-Kanäle: Temperiermedien- Durchleitung über die Gehäuserückseite über 10 mm Ø Silikonschläuche zur Plattform sowie eine Zuführung für Prozessmedien (z.B. bei Online-Messungen) per 25 mm Ø Fallrohr, welcher durch Gehäuse und Bodenplatte Messraum und Umgebung verbindet.
  • Temperiermedien: Umwälzfluide zur Temperierung werden über die über die Gehäusedurchführung und die Energiekette zur Plattform geleitet. Temperaturbereich der Medien für den Dazergebrauch 10 bis 40°C. Bei Einsatz geeigneter Maßnahmen (Hitzeschild) können Temperaturen zwischen -50 bis +150°C dargestellt werden.

Die Komponenten der Hardware bestimmen für die jeweilige Messgerätefunktion die prinzipiellen Grenzen von Messbereich und -Auflösung. Die Hardware des beschriebenen Typmusters V6AC ist eine Modellvariante; andere Sensor/Aktor-Konfigurationen sind möglich.

 

Software - Framework für Microsoft Windows 10

Integrales Programmpaket für die Steuerung der Hardware, für eigene und vordefinierte Verfahren der Mess­daten­auswertung und Ergebnisdarstellung, Vergleiche, Ausgabe sowie zur Archivierung; ausgestattet mit einem durchgängigen Be­dien­konzept für Messung/Prüfung/Steuerung von vor- und selbst definierbaren Materialkennwerten und Steuerungsverfahren.

Die IMETER-Software besteht aus zwei Programmpacketen (Akquisition und Auswertung). Die Hardwareeigenschaften sind als Konfigurationsdaten in der Software gespiegelt. Entsprechend können völlig andere Sensoren/Aktoren zum Einsatz kommen, denn nur die einzelnen IMETER-Messprogramme (IMPros) stellen die jeweils konkrete Ablaufsteuerung - die Auswertung ist rein symbolisch und damit unabhängig von der Hardware; sie verwendet jedoch deren Spezifikationen als Rechenparameter z.B. für die Bestimmung von Messunsicherheiten.

  • Software Versionen: Akqusition R7.0 (Komponenten-Management, Programmeditor, Steuerung ...) und Auswertungsprogramm R5.0 (Datenbank, Berichtsgenerator ...).
  • Messverfahren: Mit Echt-Zeit-Anzeige von Messergebnissen, Resultatverläufen und aktuellen Sensormesswerten in Zahlen und Diagrammen; Funktionalität zur Unterstützung von Screenings; Handhabung verschiedenster Prüfabläufe und Aufgaben auch bei stark wech­selnden Anforderungen und mit extrem anpassungs­fähi­gen, intelligenten und interaktiven Verfahren. Verfügbare Regler­funktionen und freie Kom­po­nenten­steuerung.AkqusitionV7
  • Modellierung: Messverfahren können passgenau auf die Erfordernisse der Aufgabe und die Qualifikation des Prüfers in einer komfortablen Entwicklungsumgebung modelliert werden. Dafür sind keine Program­mier­sprachenkenntnisse erforderlich. Die Neuerstel­lung/Abwandlung der Ver­fahren ist unkompliziert; automatische Anweisungsprüfung und Parametervorlage; Mess­­abläufe mit Benutzer­dialogen und Feedbackmeldungen, Ereignissteuerung, kyber­ne­ti­sche Funktionen, genau de­fi­nier­te und reproduzierende Verfahren, vollständige Rück­ver­folg­­barkeit, überzeitliche Ver­­gleich­­barkeit von Resultaten. Die Funktionsweise von Mess­pro­gramm­teilen kann in der Entwicklungs­umge­bung unmittelbar mit IMETER V6 getestet werden.
  • Messkörperdatenbank: Organisierte Handhabung von (Normal-)Eigenschaften der Messkörper; Möglichkeit eigene Messkörper zu definieren; einfache Kalibrierung per Knopfdruck mit Messergebnissen von Normalf­lüssigkeiten / Artefakten – und mit Kalibrierberichten.
  • Referenzdatenbank: Änder- und erweiterbare Stoffdatenbank zu Oberflächenspan­nung, Dichte, Viskosität und Festkörperdichte mit 2000 Einträgen aus der Literatur - größtenteils mit den Temperaturgängen der Kennzahlen. Erweiterbarkeit auch mit eigenen Messdaten (z.B. von Produkten und Formulierungen). Mess­ergebnisse können so temperatur-unabhängig bewertet werden, die Relation ist/soll – bei QS-Aufgaben die zentrale Frage – wird sofort geklärt (Einsparung von Tem­pe­rier­­auf­wand und -Zeit). Bei Messungen werden benötigte Daten auch auto­ma­tisch bereit­­gestellt, wie z.B. die Dichte zur Messung der Oberflächenspannung (M1) oder Normaldaten von Referenzstoffen für Kalibrier­zwecke.EvaluationV6
  • Ergebnisse: Messungen liefern ablagefertige Prüfberichte mit Ergebnis-Statistiken, Tabellen, Dia­gram­men, Angaben zur Prüfmittel­über­wachungen etc.; Korrekturen an Eingabedaten und Neuberechnungen aus den Rohdaten sind nachträglich möglich; Es wird ein Audit-Trail geführt; die Zugänglichkeit und Exportier­barkeit der Berichte und Daten ist gewährleistet, es herrscht vollständige Transparenz. (Berichte haben einen Manipulations­schutz [Authenti­fi­zierungs­code] aber sind gleichwohl im Darstellungsformular bearbeit­bar, exportier­bar nach MS-Word, speicher­bar im rtf-Format; Individuelle Einstellmöglichkeiten an Diagrammen, am Datenumfang und im Design sind vorhanden. Tabellen­daten sind MS-Excel-kompatibel); Ergebnis­verglei­che durch Overlay-Funktionen der Diagramme; Charts als Vektor­gra­fiken, wobei zusätzlich die numerischen Chart-Daten über die Zwischenablage in anderen Anwen­dungen verwendbar sind. Die Anforderungen nach GLP, GMP, FDA 21 cfr.11 etc. werden (soweit einschlägig) erfüllt. Die Daten der Messungen werden in geschützten Datenbanken gespeichert. Datenbank-Service­funktionen (Neuanlage, Reparatur/Kom­pression, automati­sches Daten­bank­­back­up) sind ebenfalls Teil des Funktionsumfangs.